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Thomas Demenga gehört als Solist, Komponist und Pädagoge zu den prägenden Musikerpersönlichkeiten der Schweiz. Im September 2025 wurde er mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet, verliehen durch die Eidgenössische Jury für Musik des Bundesamts für Kultur anlässlich der Preisverleihung vom 11. September 2025 im KKL Luzern.
Seine künstlerische Arbeit lebt vom Durchgang durch alle Stilepochen und vom Austausch zwischen Interpretation und eigener Kreation. Besonders intensiv widmet er sich der Neuen Musik und der Improvisation. So bildet seine eigene Sprache als Komponist und Interpret von Werken des 20. und 21. Jahrhunderts – darunter zahlreiche Uraufführungen – eine ergänzende Dimension zur historischen Aufführungspraxis der Barockmusik und zu seinen Interpretationen des klassischen und romantischen Repertoires.
In Bern geboren, studierte Thomas Demenga unter anderem bei Walter Grimmer, Antonio Janigro, Leonard Rose und Mstislav Rostropovich. Wichtige kammermusikalische Impulse erhielt er an der Juilliard School in New York von Claus Adam, Felix Galimir und Robert Mann.
Als Kammermusiker und Solist konzertiert er an den wichtigen Festivals und in den Musikzentren der Welt, unter anderem mit Heinz Holliger, Gidon Kremer, Thomas Larcher, Aurèle Nicolet, Thomas Zehetmair und Tabea Zimmermann. Als Solist war er bei Orchestern wie dem Boston Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Sinfonieorchester Basel, der Camerata Bern, dem Zürcher Kammerorchester und dem ORF-Symphonieorchester Wien zu Gast, unter Dirigenten wie Charles Dutoit, Myung-Whun Chung, Heinz Holliger, Wolfgang Sawallisch, Sándor Végh und Mstislav Rostropovich.
Eine umfangreiche Reihe von Einspielungen bei ECM New Series dokumentiert diese Arbeit. 2002 erschien seine Aufnahme der Bach-Solosuiten in Kombination mit Werken von Holliger, Carter, Veress, Zimmermann, Yun und Hosokawa; eine zweite, vollständige Einspielung der sechs Suiten folgte 2017. Lauds and Lamentations (2003), Chonguri (2006) und Bernd Alois Zimmermanns canto di speranza (2008) wurden von Fono Forum je als «Stern des Monats» ausgezeichnet.
Als Komponist wurde Thomas Demenga 1991 in Paris als erster Schweizer am Kongress der «Tribune Internationale des Compositeurs» für solo per due mit dem ersten Preis ausgezeichnet. 2007/08 war er Composer in Residence des Orchestre de Chambre de Lausanne, für den Grand Prix Emanuel Feuermann 2010 in Berlin schrieb er das Pflichtstück EFEU.
Der künstlerischen Leitung des Davos Festivals «young artists in concert» stand er von 2001 bis 2006 vor, jener der Camerata Zürich von 2011 bis 2020. Am Lucerne Festival wirkte er 2003 als «artiste étoile».
Von 1980 bis zu seiner Pensionierung führte Thomas Demenga eine Ausbildungs- und Solistenklasse an der Hochschule für Musik Basel – 45 Jahre Klasse an der Musik-Akademie Basel, gewürdigt mit einem Abschiedskonzert im Mai 2025.
Über Jahre hinweg konzertierte er im Duo mit seinem Bruder Patrick Demenga, unter anderem beim Berner Kammerorchester unter Philippe Bach, an der Société de Musique Neuchâtel, am Theater Chur und bei der Kammerphilharmonie Graubünden, dazu ein Meisterkurs an der Royal Academy of Music in London.
2025 gründete er das Trio entre vias mit Matthias Schranz (Violoncello) und Philipp Moll (Kontrabass). Nach ersten Konzerten in Bolligen trat das Trio am Demenga Musikfestival Calanca, an der Musikfestwoche Meiringen und im Fraumünster Zürich auf. Im Oktober 2026 erscheint bei col legno Common Ground, die erste Aufnahme des Trios; der Album Launch findet am 15. Oktober 2026 im Yehudi Menuhin Forum Bern statt. Im selben Monat präsidiert Thomas Demenga die Jury der Domnick Cello Competition for New Music an der HMDK Stuttgart, deren Pflichtstück sein EFEU ist.

