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In Bern geboren, studierte der Cellist Thomas Demenga unter anderem bei Walter Grimmer, Antonio Janigro, Leonard Rose und Mstislav Rostropovich. Wichtige kammermusikalische Impulse erhielt er an der Juilliard School in New York von Claus Adam, Felix Galimir und Robert Mann.

Als international renommierter Solist, Komponist und Pädagoge gehört er zu den herausragenden Cellisten und Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Als Kammermusiker und Solist konzertiert er an vielen wichtigen Festivals und Musikzentren der Welt und tritt in zahlreichen Konzerten mit MusikerkollegInnen wie Heinz Holliger, Gidon Kremer, Thomas Larcher, Paul Meyer, Aurèle Nicolet, Hansheinz Schneeberger, Thomas Zehetmair und Tabea Zimmermann auf. Thomas Demenga arbeitete mit Dirigenten wie Moshe Atzmon, Myung Whun Chung, Charles Dutoit, Claus Peter Flor, Howard Griffiths, Heinz Holliger, Armin Jordan, Okko Kamu, Mstislav Rostropovich, Dennis Russell Davis, Wolfgang Sawallisch, Sándor Végh, Mario Venzago und Hiroshi Wakasugi zusammen.

Als Solist wurde er u.a. von folgenden Orchestern engagiert: Berliner Sinfonie-Orchester, Berner Symphonie Orchester, Boston Symphony Orchestra, Camerata Bern, Junge Deutsche Philharmonie, Kammerorchester Basel, L’Orchestre de Chambre de Lausanne, L’Orchestre de la Suisse Romande, Nieuw Ensemble Amsterdam, ORF-Symphonieorchester Wien, Sinfonieorchester Basel, Sinfonietta Basel, Tonhalle-Orchester Zürich, Westdeutsches Rundfunk Symphonie-Orchester und Zürcher Kammerorchester.

Die künstlerische Arbeit Thomas Demengas ist geprägt von der intensiven Auseinandersetzung und dem Austausch von Interpretationen und Kreationen in den verschiedenen Stilepochen. Besonders intensiv widmet er sich der Neuen Musik und setzt sich auch mit Improvisation auseinander. So bilden seine eigene musikalische Sprache als Komponist und Interpret von Werken des 20. und 21. Jahrhunderts (darunter namhafte Uraufführungen) eine neue und ergänzende Dimension zu der historischen Aufführungspraxis der Barockmusik und seinen virtuosen Interpretationen des klassischen und romantischen Repertoires.

1991 wurde er in Paris als erster Schweizer am Kongress der «Tribune Internationale des Compositeurs» für sein Werk «solo per due» mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Von 1980 bis zu seiner Pensionierung im Mai 2025 leitete Thomas Demenga eine Ausbildungs- und Solistenklasse an der Hochschule für Musik in Basel – eine 45-jährige Lehrtätigkeit, die im Mai 2025 mit einem Abschiedskonzert an der Musik-Akademie Basel gewürdigt wurde.

Im August 2000 war er «composer in residence» am Davos Festival «young artists in concert» und wurde anschliessend mit der künstlerischen Leitung dieses Festivals betraut, welche er bis 2006 innehatte. Von 2011 bis 2020 übernahm Thomas Demenga die künstlerische Leitung der Camerata Zürich, die er anschliessend an Igor Karsko übergab.

Am Lucerne Festival im Sommer 2003 wirkte Thomas Demenga als «artiste étoile» und befindet sich damit im exklusiven Kreis von so namhaften Solisten wie Sabine Meyer (2000), Anne-Sophie Mutter (2001) Alfred Brendel (2002), Thomas Quasthoff (2004), Christian Tetzlaff (2005) und Emanuel Pahud (2006).

Eine umfangreiche Reihe von CD Einspielungen, erschienen bei ECM New Series, dokumentiert seine künstlerische Arbeit auf eindrucksvolle Weise. Im Jahr 2002 erschien die CD seiner Einspielung der Solosuiten Bachs in Kombination mit modernen Komponisten wie Holliger, Carter, Veress, Zimmermann, Yun und Hosokawa. Sowohl die 2003 erschienene CD „Lauds and Lamentations“ wie auch die 2006 herausgegebene CDs „Chonguri“ und Bernd Alois Zimmermanns «canto di speranza» 2008 wurden von Fono Forum, der bedeutendsten deutschsprachigen Klassikzeitschrift, als «Stern des Monats» für die beste Klassik-CD ausgezeichnet. Eine zweite, vollständige Einspielung der sechs Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach (ECM New Series), aufgenommen 2014 im Hans Huber-Saal Basel, erschien 2017.

Thomas Demenga trat 2006 u.a. am Meiringen Festival, der Kultur-und Musikwoche Demenga im Calancatal, dem Demengafestival in Hirzenberg, den Meisterkonzerten in Boswil und dem Cello Festival Liestal auf. Im Herbst war er als Gastsolist mit dem Australian Chamber Orchestra auf einer ausgedehnten Australien-Tournee.

Für die Saison 2007/08 wurde Thomas Demenga als Composer in Residence des Orchestre de Chambre de Lausanne engagiert. Nebst einem Kompostionsauftrag für ein Doppelkonzert für 2 Celli und Orchester, gelangten weitere Werke von Thomas Demenga zur Aufführung. Zudem tritt er seit einiger Zeit an diversen Kammermusikkonzerten mit dem bekannten Magier Alex Porter auf.

Für den Grand Prix Emanuel Feuermann 2010 in Berlin komponierte Thomas Demenga das Pflichtstück «EFEU», welches bei allen Beteiligten grossen Anklang fand.

In den Saisons 2012/13 hat er alle Bach Solosuiten, kombiniert mit modernen Solostücken erfolgreich in der Wigmore Hall in London aufgeführt. Ein ausgewähltes Programm mit Bach und Bernd Alois Zimmermanns Solosonaten zudem mit Thomas Zehetmair am Salzburg Festival im Sommer 2012.

Im September 2025 wurde Thomas Demenga mit dem Schweizer Musikpreis 2025 ausgezeichnet, dotiert mit CHF 40’000 und verliehen durch die Eidgenössische Jury für Musik des Bundesamts für Kultur, anlässlich einer Preisverleihung am 11. September 2025 im KKL Luzern.

In den vergangenen Jahren intensivierte Thomas Demenga zudem die langjährige künstlerische Partnerschaft mit seinem Bruder, dem Cellisten Patrick Demenga: gemeinsame Auftritte u.a. mit dem Berner Kammerorchester unter Philippe Bach (Schostakowitschs Cellokonzerte Nr. 1 und 2), an der Société de Musique Neuchâtel, am Theater Chur («Schostakowitsch hoch 2») und mit der Kammerphilharmonie Graubünden, sowie ein Meisterkurs und Duo-Konzert an der Royal Academy of Music / London Cello Society. 2025 lancierte er zudem das neue Trio Entre Vias, gemeinsam mit Matthias Schranz (Cello) und Philipp Moll (Bass); erste Auftritte fanden im Februar/März 2025 in Bolligen statt, gefolgt von Konzerten am Demenga Musikfestival Calanca, an der Musikfestwoche Meiringen/Grandhotel Giessbach (mit Patrick Demenga als Special Guest) und am Stresa Festival.